Die Dunkelheit und ihr Wert

Veröffentlicht auf von Szintilla


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Man nennt es Verstand, was uns ständig auf die Erde blicken lässt, damit wir nicht über die elenden Schnüre und Stricke fallen, die derselbe tagtäglich für uns spinnt, damit wir uns darin verstricken. Er ist so damit beschäftigt unseren Blick auf den Boden zu nageln, damit wir nur ja nicht auf die Idee kommen den Herzblick in Seelenspiegel zuzulassen. Der Verstand legt uns Scheuklappen an, macht uns zu Sehbehinderten, die nur noch sehen, was er uns sehen lassen will.

Wir sehen Arbeit, Erfolg, Materialismus. Er macht uns Glauben, wenn wir all das nur genug beachten könnten wir uns Zufriedenheit, Gesundheit, Glück und Liebe erkaufen. Vielleicht kann man sich tatsächlich eine wundervolle Massage leisten die das Wohlbefinden steigert, die Mitgliedschaft in einem Fitness-Club, die die Beweglichkeit erhält, ein extravagantes Auto, um das man uns beneidet. Aber wie lange hält dieses Glücksgefühl und die Freude darüber an? Verpufft sie nicht fast gleich danach und man denkt über etwas anderes nach, was man unbedingt braucht, haben muss, sich leisten möchte?

Würden wir mehr auf unser Herz hören, uns selbst zu Wort kommen lassen, unser tiefstes Innerstes, was würde es uns sagen? Dass wir am Leben vorbeirennen, dass wir Marionetten unseres Lebens sind, das Andere über unser Leben bestimmten, weil wir glauben in einem Wettstreit zu sein? Es gibt viele Weltmeister im Selbstbetrug, weil sie es nicht hören wollen.

Würden wir dem Herzflüstern lauschen, würden wir  hören, dass, um mit den liebsten Menschen gemeinsam ein Essen zu kochen, es egal ist, wie groß und komfortabel die Küche ist, in der es gekocht wird ...

... dass, wenn man mit den Menschen die einem wichtig sind, ein Picknick veranstaltet, es egal ist, ob es beim Campen, auf dem Balkon oder in einem feudalen Urlaubsort stattfindet.

...dass ein Spiel mit einem Kind, ein Blick in liebende Augen, ein herzerfrischendes Lachen, eine zärtliche Berührung mehr Wärme zu geben vermag, als eine bullernde Heizung je hervorbringen kann, wenn man einsam ist.

... dass ein gemeinsames Erlebnis und tiefes Vertrauen zu einem Menschen und ein stiller Waldgang mehr Lebendigkeit fühlen lässt, als beispielsweise ein Bummel übers Oktoberfest.

Wichtig ist nicht was man hat, sondern mit wem man sich umgibt und wie man sich dabei fühlt.


Sind es die richtigen Menschen, wird das Äußere banal und unwichtig, man sieht es nicht mehr, es schrumpft.


Die Wege würden aber nicht unbedingt leichter, wenn wir auf darauf hören was die leise Stimme unseres Herzens erzählt und nicht auf das was der Verstand uns glauben machen will, aber die Stolperfallen würden weniger. Es würde heller um uns herum, denn dann könnten wir das Licht unseres Lebens wieder sehen, das der Verstand mit seinen Scheuklappen zu vertuschen sucht.

Wer die Dunkelheit des Verstandes wahrnimmt, findet auch den Wert, den sie für die Erkenntnis hat.

 

DS-8 

Ins Licht kommen, kann man nur aus der Dunkelheit.

 

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Veröffentlicht in Drüber nachgedacht!

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E
His business will suffer.
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S
Wenn uns die Farben genommen werden, haben wir mehr Gelegenheit uns auf unser Inneres zu besinnen. Aber warum müssen mit der Nebelstimmung unbedingt die Gedenktage stattfinden. Kein Wunder, wenn<br /> das runterzieht. In anderen Ländern wird der Tod nicht so traurig begleitet. Könnten wir nicht mit Fröhlichkeit an die Verstorbenen denken, wenn sie auch im Leben fehlen?!<br /> <br /> Wenn wir uns vom Außen nicht so sehr einreden lassen, was Glück ist, können wir es bei uns selbst erspüren. Ich denke, es braucht gar nicht so viel, wie uns tagtäglich in der Werbung angeboten<br /> wird...<br /> <br /> ..grüßt dich Monika (die schon glücklich ist, wenn sie einige Minuten nicht husten muss ;-) )
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S
<br /> <br /> Andere Länder haben andere Traditionen im Umgang mit dem Tod. Wer ihn als Teil des Ganzen versteht, als Teil des Lebensrades, dass sich immer dreht, erlebt Trauer<br /> anders.<br /> <br /> <br /> Glück zeigt sich, wenn überhaupt, im Konsum nur oberflächlich. Wie lange dauert die Freude über ein neues Auto oder ein Schmuckstück? In nullkommanichts ist es Alltag und fürs Glück muss ein<br /> neuer Konsum her.<br /> <br /> <br /> Wikliches Glück liegt woanders - wo muss jeder für sich selbst herausfinden.<br /> <br /> <br /> Ich wünsch dir gute Besserung und ein erholsames Wochenende.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
F
lange Zeit war der November auch nicht mein Monat, mittlerweile "versüße" ich ihn mir mit intensivem schreiben - arbeiten an meinen Manuskripten etc., das hebt ;)<br /> <br /> danke dir für deins hier, auch zu meinem Artikel<br /> <br /> herzliche Grüße
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S
<br /> <br /> Mit der Zeit arrangiert frau sich ...<br /> <br /> <br /> Es geht mir ähnlich, zur Zeit sind es eher die Bildbearbeitungen, als das Schreiben, die mir den November versüßen.<br /> <br /> <br /> Liebe Wochenendgrüße, Szintilla<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />
B
Das musste schon lange einmal wieder gesagt werden!! Viele befinden sich wie die Hamster in einem Drehrad und vergessen darüber die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Die du hier genannt hast!<br /> <br /> Die richtigen Menschen sind jene, denen man vertrauen kann, die einem keinen Strick drehen aus einer unbedachten Bemerkung, die einen mögen, so wie man eben ist. Und diese Menschen haben eine<br /> Ausstrahlung, und die hat überhaupt nichts mit dem Aussehen oder dem dicken Auto, oder der riesigen Villa zu tun.<br /> <br /> Ich habe mal über die Aborigines gelesen, die haben ganz andere Werte. Kennengelernt habe ich auch welche, sie waren unglücklich in unserer Welt, die sich nur auf Äußerlichkeiten und Oberfläche<br /> beschränkt. Und ihnen wurde unglaublich mitgespielt, da muss man sich über den Hang zum Alkoholismus, dem viele in ihrer Verzweiflung anheim fallen, überhaupt nicht wundern.<br /> <br /> Und über das, was in unserer so herrlichen Konsumwelt geschieht, da wundere ich mich schon lange nicht mehr!<br /> <br /> Liebe Grüße, Brigitte
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S
<br /> <br /> Das elende Hamsterrad, aus dem man selbst kaum rausfindet ... <br /> <br /> <br /> Und wenn man heraus kommt, wird man dermaßen hinaus katapuliert, dass es dauert bis man sich wieder aufgerappelt hat und auf die Beine kommt. Dann braucht man die richtigen Menschen um sich<br /> herum, denen man vertrauen kann, die ein Netzwerk bilden, das abfedert und auffängt. Oft genug hapert es aber schon daran.<br /> <br /> <br /> Der Beginn der dunkleren Jahreszeit ist immer wieder ein guter Moment über diese Dinge nachzudenken. Bei vielen Dingen ist weniger oft mehr, das wird allzu oft vergessen.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
F
Liebe Szintilla, ja, das hast du fein gesagt ... wenn wir uns darauf besinnen, was uns WIRKLICH glücklich macht und danach leben, dann wird es hell und heller, leicht und leichter, ein Gelächter<br /> tönt von Zelt zu Zelt ...<br /> <br /> danke dir und liebe Grüße<br /> Frau Blau
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S
<br /> <br /> Zu Beginn des Novembers, an dem die Tage jetzt deutlich dunkler sind und auch früher dunkel werden, war es an der Zeit über die Dunkelheit zu schreiben. Über die Trauer hast du einen guten<br /> Artikel mit bedenkenswerten Fragen geschrieben. November ist nicht umsonst der Trauermonat. Das Thema ist mir aktuell zu nah, um darauf zu kommentieren.<br /> <br /> <br /> Der November ist ohnehin nicht "mein" Monat. <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Szintilla<br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> <br />