Aufmunternde Worte ...
... kamen gestern aus einem Newsletter.
Im Zentrum des Textes stand die Ilias, die Eroberung Trojas. Oft gehört, und auch gelesen blieben mir aber doch nur die wichtigsten Informationen im Gedächtnis. Das Trojanische Pferd mit dem die Griechen die Trojaner letztlich durch List und Tücke besiegten.
Wie lang es aber dauerte bis die Griechen diese List fanden hatte ich nicht mehr parat. Neun Jahre haben die Griechen gekämpft, Niederlagen und Rückschläge erlitten, bis sie im zehnten Jahr erfolgreich waren.
Geben wir uns heute noch die Zeit für Ziele solange zu kämpfen und zu streiten oder geben wir in unserer schnelllebigen Zeit viel eher entmutigt auf und orientieren uns einfach um?
Ich befinde mich im neunten Jahr eines solchen "Kampfes". In den vergangenen Jahren wurde ich bestenfalls belächelt, manchmal für ver-rückt erklärt, habe Rückschläge erlitten, derbe Niederlagen eingesteckt, Dinge und Menschen auf dem Weg verloren, aber auch Fähigkeiten und Talente (neu)entdeckt. Mir war klar, dass die Aufgabe nicht einfach sein würde, dennoch hat es mich nicht geschreckt sie anzugehen. Auch wenn ich damals schon gewusst hätte was mich diese neun Jahre kosten würden, würde ich es wieder so machen. Das damals gesetzte Ziel ist immer noch größte Kraft und Motivationsquelle.
Aber vielleicht ist es nach neun Jahren einmal Zeit andere Wege zu gehen. Welche das sein werden, sein könnten weiß ich noch nicht. Auf die Idee, dass ich mal etwas anders machen könnte, brachte mich erst der Newsletter. Vielleicht muss ich auch ein Trojanisches Pferd bauen!? Oder mal auf einen Berg steigen, um alles aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten?
Dass mein Ziel für mich richtig ist, daran zweifle ich nicht, aber inzwischen bezweifle ich die Richtigkeit des Weges dorthin. Hoffnung macht mir jetzt, dass ich bald im zehnten Jahr ankomme und ich vielleicht doch noch eine erfolgreiche Idee haben werde, so wie die alten Griechen mit ihrem listigen Geschenk an die Trojaner.
Alles ist möglich ...