Sehnsuchtsmond

Veröffentlicht auf von Szintilla

In der vergangenen Nacht inspirierte mich der Blick zum Mond

wieder zu einem Mondgedicht.

 romantischer-Pfingstmond.jpg

 

Sehnsuchtsmond

 

Eng schmiegt sich der Nebelmantel,

um Mondes sanfte Form.

So wie die Welt im steten Wandel,

sprengt täglich er die Norm.

   

Du schaust ihn an, vom See, vom Meer,

ich heimlich still vom Fenster.

Distanz spielt keine Rolle mehr:

„Kommt, tanzt ihr Nachtgespenster!“

 

Seit Jahr und Tag der Mond vereint,

was nicht zusammen ist.

Wer mit Gespenstern tanzt, statt weint,

wird sanft von ihm geküsst.

 

Wenn du auch bist weit fort von mir

und meine Seele klagt,

verbindet uns der Blick hinauf,

wenn mich die Sehnsucht plagt.

 

Wir alle sehen denselben Mond,

Nachtflug ohne Schranken.

Ein Trost, dass er die Nacht bewohnt,

Fluchtpunkt der Gedanken.

 

 © szintilla 2012

 

  

 

 

Werbung

Veröffentlicht in Gedichte

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
S
Liebe Szintilla,<br /> <br /> wunderschön und berührend, das Gefüge von Wort und Bild...<br /> <br /> Liebe Grüsse, Sichtwiese
Antworten
S
<br /> <br /> Liebe Sichtwiese,<br /> <br /> <br /> fein, wenn es dir gefällt.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
M
Auch noch mondsüchtig! Wohin soll das nur führen? *g*<br /> LG
Antworten
S
<br /> <br /> Das frage ich mich auch manchmal, bisher immer ergebnislos. <br /> <br /> <br /> LG<br /> <br /> <br /> <br />
Q
Schön, dein nächtlicher Dialog mit dem zu- und abnehmenden Hort der Sehnsucht!<br /> Liebe Grüsse in den neu erstandenen Tag,<br /> Brigitte
Antworten
S
<br /> <br /> Es gibt einige Parallelen zu ziehen zwischen dem Mond und uns. <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße in eine neue Woche, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />