Zwischenstationen auf längst vorgeplantem Weg?

Veröffentlicht auf von Szintilla

Wie viel bestimmen wir in unserem Leben selbst? Bestimmen wir überhaupt etwas selbst oder glauben wir nur selbstbestimmt zu handeln?

... und folgen letztlich doch nur einem vorbestimmten Plan? Und wenn ja, wer hat diesen Plan aufgestellt? Waren wir es selbst, die wir bestimmte Erfahrungen in diesem Leben machen wollten, um als Seele zu reifen?

Ist es vielleicht so, dass wir alle Chancen erhalten einen guten Weg zu gehen, aber wenn wir uns verweigern, stur sind, es nicht sehen oder nicht sehen wollen, dass wir automatisch - oder besser zwangsläufig - durch dramatische Lebenssituationen, die sich unserer Handlungsfähigkeit, unseren Einflusses entziehen, in diese Richtung gezwungen werden?

Wenn wir nicht mutig genug sind nötige Schritte zur Lebensänderung zu tun, wird sie dann für uns getan? Überrollen uns folglich Ereignisse, werden uns Entscheidungen aus der Hand genommen durch Krankheiten, Unfälle, Verluste lieber Menschen, Scheidungen, Insolvenzen, Naturkastastrophen? Werden wir, wenn wir selber unsere Lebenschancen nicht sehen, schmerzhaft dorthingeführt, wo wir sein sollten? Dorthin, wohin wir auch viel sanfter hätten gelangen können. Nach dem Motto: Wer nicht hören will muss fühlen!

Und gilt das nur für den einzelnen Menschen oder möglicherweise auch global, für die gesamte Menschheit?

Für mein Leben und für die Lebensgeschichten einiger Menschen die meinen Lebensweg kreuzten oder parallel zu ihm verliefen, könnte ich diese Theorie anwenden und aus Überzeugung ja sagen.

Es gab, vor allen existenziellen Lebensbeben wie ich sie nenne, immer Hinweise darauf, dass etwas falsch läuft, dass etwas geändert werden müsste/sollte. Wenn ich meinen (und die anderen vertrauten) Lebensweg/e betrachte, wäre es rückblickend immer möglich gewesen im Vorfeld die Gefahr zu spüren und einen anderen Weg einzuschlagen. Aber aus Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Sturheit, Starrsinn, Angst vor Neuem, Sorge etwas zu verlieren, Status- Machtverlust, der Überheblichkeit zu glauben das bekomme ich schon in den Griff oder das halte ich aus oder aus div. anderen Gründen wurden/werden Missstände ertragen, Bedürfnisse verleugnet, Entwertungen hingenommen und Demütigungen eher eingesteckt als sie aufzudecken und offenzulegen. Lieber wird gelogen und betrogen und/aber am meisten belügt und betrügt man sich selbst.

Wenn wir nicht zulassen auf unsere innere Stimme zu hören, dem sicheren Fühlen in uns zu vertrauen, auch einmal Wege zu begehen die uns schwerer erscheinen, als der momentan eingeschlagene, werden wir eines Tages gezwungen sein Wege zu gehen die mehr Schwierigkeiten aufweisen, als wir uns ausmalen können.

Es ist eine Glaubensfrage, ob wir selbstbestimmt sind oder nicht. Ich würde gerne glauben, dass ich mein Leben selbst bestimme, aber irgendwo nagt auch ein Zweifel. Aber es heißt ja auch: Hoffe niemals ohne zu zweifeln und zweifle nie ohne zu hoffen.

Ich werde hoffentlich die Vorzeichen für das nächste Lebensbeben rechtzeitig spüren, um ihm zuvorzukommen, damit es mich nicht erwischt. Hierbei helfen vielleicht die Lebenserfahrung und gewonnenen Einsichten der überstandenen Katastrophen.

 

 

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Veröffentlicht in Drüber nachgedacht!

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D
<br /> Ich bin im Kopf noch zu "matschig", um über den Determinismus weltbewegendes Kommentieren zu können; und wahrscheinlich auch klar im Kopf dazu kaum in der Lage ;-) Doch wenn wir nicht (in größten<br /> Teilen) unseres Glückes Schmied wären - wäre das Leben dann noch lebenswert?<br /> Liebe Grüße,<br /> Ralph<br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br />  <br /> <br /> <br /> Solange du daran glaubst die Zügel selbst in der Halt zu halten, wirst du den Unterschied gar nicht bemerken. *fg*<br /> <br /> <br /> Also keine Gedanken drüber machen und kräftig (selber) die Eisen schmieden. <br /> <br /> <br /> LG, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
B
<br /> Ich glaube, dass man einfach nicht alles im Griff haben kann, z. B. Krankheiten, Verlust von Arbeitsplätzen, sonstige Schicksalschläge, Naturgewalten. Man kann auch nicht bestimmen, wie sich Kinder<br /> entwickeln werden. Aber, wenn ich z. B. am Arbeitsplatz nicht zufrieden bin, dann liegt es an mir, eine Änderung vorzunehmen. Mich weiterzubilden, nicht zu bequem zu sein.<br /> <br /> Fügung - da habe ich ein wenig meine Zweifel. Denn meist, wenn ich denke, das war nun Fügung, bohre ich so lange, bis ich einen erklärbaren Grund finden werde.<br /> <br /> So stelle ich mir z. B. vor, dass Leute, die ständig eine negative Lebenseinstellung haben, auch irgendwann einmal von etwas Negativem eingeholt werden. Ich weiß gleich gar nicht, wie ich es<br /> erklären soll.<br /> <br /> Zeit meines Lebens war ich ein Planer und habe oft durchgeführt, was durchgeführt werden musste. Natürlich hätte ich mich auch hinsetzen können und warten, bis mich irgend etwas ereilt. Mir liegt<br /> es halt nicht.<br /> <br /> Aber, ich stelle mir vor, dass man schon auch manches einfach auf sich zukommen lassen sollte, Prioritäten setzen sollte. Was ist mir jetzt wichtig? Alles will ich gar nicht steuern.<br /> <br /> Weißt du, ich denke mir einfach, dass das jeder auf seine Art bewältigen muss.<br /> <br /> Lebensbeben, wie du es nennst, die ereilen einen so oder so. Und hoffentlich kann man damit umgehen.<br /> <br /> Liebe Grüße, Brigitte<br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Tatsache ist wir haben nicht alles im Griff, dass uns ereilt, aber hätten wir es im Griff im Vorfeld andere Entscheidungen zu treffen. Was du über Fügungen schreibst sehe ich ebenso, auch ich<br /> bohre immer solange nach bis ich einen vernünftigen Grund finde und der zeigt mir meist, ich hätte vorher etwas anders entscheiden müssen. Es ist schon verrückt wie sich Lebenswege zeigen können.<br /> Wie viel wir davon wirklich planen und steuern können ist sicher eine ganz individuelle Glaubensfrage.<br /> <br /> <br /> Wichtig ist, zu lernen mit dem umzugehen was sich uns aktuell zeigt und darüber das Leben nicht zu vergessen.<br /> <br /> <br /> Ich wünsch dir ein wunderschönes Frühlingswochenende, liebe Grüße, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
S
<br /> Liebe Szintilla,<br /> <br /> Tiefe herrscht in deinem Schreiben vor... für mich kann ich sagen, das ich daran glaube, das es keine Zufälle gibt, das wir einem Plan folgen, das ist meine subjektive Sicht. Zu den Lebensbeben, ja<br /> man fühlt sie deutlich in sich und auch ja, mir fehlte lange Zeit der Mut Änderungen vorzunehmen, das es bei mir auch lange Zeit braucht, bis ich alles zerdacht habe (eine Macke von mir)... doch<br /> habe ich entschieden in mir, dann atmet es auf in einem. Da wo man Stillstand fühlte, tritt eine sanfte Bewegung in Kraft und nochmal ja,. ich denke das die Lebensbeben uns alle treffen global,<br /> nicht nur Einzelne von uns...<br /> <br /> Ich wünsche dir einen schönen Samstag und ein sonniges WE, liebe Grüsse, Sichtwiese<br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Liebe Sichtwiese, das "Zerdenken" ist auch mir bestens geläufig. Immer auf der Suche 'warum-weshalb-wieso' und wie kann ich dem entgegen wirken. Leider führt das oft zu noch mehr Verwirrung und<br /> zu weniger Lösungen. Lebenslanges Lernen ist angesagt, vor allem, um das eigene Verhalten zu optimieren.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße in ein hoffentlich fröhlich sonniges Frühlings-Wochenende, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />