Neu ist noch lange nicht besser
Inzwischen ist das Upgrade meiner Blogs vorgenommen und rein äußerlich gibt es kaum Veränderungen, aber hinter den Kulissen in der Handhabung hat sich einiges verändert. Was moderner und einfacher sein soll, entpuppt sich für meine Begriffe als umständlicher und viel weniger flexibel.
Meckerpunkt Nummer eins:
Ich sehe nicht mehr beim Blick auf den Blog, ob es einen neuen Kommentar gibt und wo. Die Funktion neuer Kommentare fiel weg. Ich muss mir merken wie viele Kommentare es beim letzten Schauen waren, und ob einer dazu kam oder ich muss in die Blogverwaltung. Dort sehe ich zwar auf einen Blick, ob es zu irgendeinem Artikel einen neuen Kommentar gibt, aber ich kann ihn dort nicht beantworten. Dazu muss ich als Besucher auf meinen Blog, um den Kommentar dort zu beantworten. Das heißt ebenso, die Statistik wird verfälscht, weil meine Beantwortung der Kommentare als neuer Kommentar gezählt wird. Das war vorher anders. Warum einfach, wenn es auch umständlich geht. Kommentare sind nun auch nicht mehr zu bearbeiten, sondern nur noch zu löschen. Das dämliche Hin- und Hergezwitschte zwischen Blog und Blogverwaltung nervt jetzt schon. Vielleicht habe ich aber auch nur irgendeine versteckte Funktion noch nicht gefunden.*grübel
Der zweite Meckerpunkt:
Alle meine Bilder/Fotos sind futsch, jedenfalls alle die, die nicht in einem Album gespeichert waren. Ob sie wirklich futsch sind ist die Frage, vermutlich käme ich wieder dran, würde ich mir eine kostenpflichtige Premium Version zulegen, denn in den Premium Versionen gibt es auch den Ordner Dokumente, der mir jetzt fehlt. Glücklicherweise führe ich von Beginn an eine offline Version meines Blogs (ich schreibe alles zuerst offline, speichere auch die entsprechenden Bilder dazu, das aber leider nicht von Beginn an). Ärgerlich ist es also trotzdem. weil ich nun nicht mehr schnell gucken kann, ob ich diese oder jenes Bild schon irgendwann verwendete.
Einen dritten Meckerpunkt gibt es auch:
Das ist die Modul Benutzung. Will ich abwechselnd Text und Bild posten (was ich häufig mache), brauche ich für jedes Bild und jede Textzeile ein neues Modul. Das heißt ich habe im Hintergrund einen ellenlangen Rattenschwanz von Modulen, deren Aussehen ich immer erst in der Vorschau prüfen muss, ob sie so aussehen wie ich mir das vorstelle.
Will ich alles in einem Modul bearbeiten, kann ich nur ein Bild einstellen unter dem dann der Text erscheint. Die Größe des Fotos kann ich im Textmodul wunderbarerweise anpassen und ausrichten kann, während ich, wenn ich ein Bildmodul verwende, keinerlei Einfluss auf die Größe des Bildes habe. Der Vorteil dabei ist, dass beim Ansehen des Blogs die Möglichkeit vorgegeben ist, auf das Bild zu klicken und es sich größer anzusehen. Oder mehrere Bilder eines Post (ohne Text) in Folge, wie in einem Album, anzusehen. Das ist zugegebener Maßen eine Verbesserung, dafür habe ich im Hintergrund einen irren Modul-auffädel-aufwand.
Zufrieden bin ich, dass sich am Design der Blogs nicht viel geändert hat. Von den wenigen zu Auswahl stehenden kostenfreien Designs, ist nicht eines dabei, das mir wirklich gut gefiele. Nur zwei kämen für mich in Frage. Bei ihnen hätte ich allerdings die Möglichkeit ein Headerfoto selbst einzusetzen und damit den Blogauftritt flexibler zu gestalten. Mal sehen ...
Was viel leichter ist, ist das Einbinden von Social Media. Dort bin ich aber wenig aktiv, die Facebookerei erscheint mir auch nicht wirklich sinnvoll, weder twittere, pintere, noch youtube ich. Einen Googleaccount habe ich auch (aber der liegt brach/Facebook wird auch nur selten bedient). Irgendwie brauche ich den Schnickschnack nicht wirklich.
Die wenigen positiven Punkte des upgrades wiegen für mich aber den ganzen anderen umständlicheren Kram nicht auf. Obwohl ich die Gestaltung meiner Homepage mit Typo 3 selbst mache, finde ich den Blog nun um einiges umständlicher zu verwalten. Ein paar Wochen werde ich probieren, wie es sich in der Praxis bewährt. Möglicherweise entdecke ich noch andere Wege oder einen anderen Umgang mit den Funktionen, die mir das alles etwas erleichtern. So umständlich macht die Bloggerei im Augenblick jedenfalls wenig Freude, aber deswegen werde ich dennoch nicht auf die kostenpflichtige Version umsteigen.
Die Zeit wird es zeigen, wie es sich entwickelt ...
