wieder einmal Vollmond

Veröffentlicht auf von Szintilla

Ein Foto vom 4.03 - noch war er dort nicht ganz rund. Trotzdem war er hell unf faszinierte mich mit seinem Licht. Es war weit nach Mitternacht, feiner Eisregen fiel, die trockenen Blätter einer Hainbuchenhecke klirrten fast im Wind. Kalt, ungemütlich und dennoch ...

 

Wie viele Gedanken mögen zu ihm hinauffliegen?

Wird er sie auch reflektieren, so wie das Sonnenlicht?

Werden sie dort ankommen, wohin sie gesandt wurden?

So wie das Licht?

Mal direkt und unverschleiert und mal gefiltert durch Wolken ...

Oder fängt er sie ein, hält sie fest und verbringt seine dunklen Nächte mit dem Stöbern in fremden Gedanken?

 

Der Mond, nur ein großer Felsbrocken und doch so faszinierend.

 

Wilhelm Busch hat es in schöne Worte gekleidet.

Werbung
wieder einmal Vollmond

Der Mond. Dies Wort so ahnungsreich,
so treffend, weil es rund und weich.
Wer wäre wohl so kaltbedächtig,
so herzlos, hart und niederträchtig,
dass es ihm nicht, wenn er es liest,
sanftschauernd durch die Seele fließt?

 

Wilhelm Busch (1832 - 1908)

 

 

 

Veröffentlicht in Gedichte

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
Q
Solange der Mond nicht bevölkert wird, büsst er wohl nie seine ganz besondere Faszination ein.<br /> Ja, da bin ich ganz bei dir und bei Herrn Busch.<br /> <br /> Lieben Gruss,<br /> Brigitte
Antworten
S
Nein, eine Mondbevölkerung muss nicht sein, ohne ist er mir lieber. :-)<br /> <br /> Liebe Grüße, <br /> Szintilla