Ankunft Daisy


Daisy ist da!
![]()
Daisy ist da, langsam aber sicher ist sie hier angekommen, aber auch sie scheint sich als Bluff zu entpuppen, jedenfalls sehe ich (noch) längst nicht diese Dramatik die in den Medien aufgebaut wurde. Der Hang zum Übertreiben scheint in den Medien normal zu werden. Es hört ja sonst keiner mehr hin bei der Reizüberflutung des medialen Angebots. Es mag ja sein das die gute Daisy in manchen Gegenden für dramatische Wetterverhältnisse sorgt, aber gibt es das nicht in jedem Winter irgendwo? Es schneit nun seit Stunden ununterbrochen im östlichen Westfalen, von dichten, dicken, weißen Flocken bis hin zu leichtem kleingrieseligen Schnee und die Schneedecke wächst. Streusalz ist nicht mehr vorhanden (jedenfalls fährt kein Streuwagen) lediglich ein Räumfahrzeug der Nachbargemeinde mit Schneepflug schob (ganz salzfrei) die Straße frei. Das kommt davon, wenn man meint man müsse auch im Winter für straßenverhältnisse wie im Sommer sorgen und bei beginnender "Eiszeit" die Strecken dreimal am Tag mit Salzlake und Salz berieseln. Ist ja schön das alles an die Sicherheit denken, aber müssen wir bei diesem Wetterverhätnissen "Normaltempo" fahren können? Kann man nicht die Fahrweise den Straßenverhältnissen anpassen und vielleicht auch mal zu Hause bleiben, wenn man nicht berufsbedingt das Haus unbedingt verlassen muss? In den Regionen in denen im Winter Schnee immer dazu gehört amüsiert man sich mit Sicherheit über das Geschrei das wir veranstalten.
Wie viel Verantwortung für uns selbst und wie viel gesunden Menschenverstand will uns Bürgern eigentlich noch abnehmen und absprechen? Alles wird reglementiert, weichgespült und vorgekaut. Irgendwann sind wir nicht mal in der Lage selbst zu denken. Vermutlich läuft es darauf hinaus. Selbstdenke Bürger sind nicht gefragt und unbequem. Unselbstständige sind leichter zu lenken und unter Kontrolle zu halten. Das heißt jetzt nicht, dass ich Bequemlichkeit nicht zu schätzen weiß, aber es nimmt Formen an die ich bedenklich finde. Bald haben wir Verhältnisse wie in Amerika, wenn sich dort jemand bei McMampf mit heißem Kaffee verbrüht ist McMampf schuld udn wird verklagt und nicht die eigene Ungeschicklichkeit ir in Augenschein genommen. Wir sollten wissen Kaffee ist in der Regel heiß wenn er serviert wird und im Winter fällt gewöhnlich Schnee, auch schon mal viel. Wo bleibt da die Hilfe untereinander, das Miteinander? Kann man nicht allein entscheiden, ob das Wetter es erlaubt das Haus zu verlassen oder nicht? Nein, es wird über alle Medien gewarnt man solle besser das Haus nicht verlassen...
Ich verlasse es heute, wenn überhaupt, höchstens zum Schneeschieben, als bekennender Wintermuffel schau ich mir das Wetter lieber von drinnen an.
Das Schneetreiben im Auge behalten, den ungewöhnlichen Anblick genießend, verbringe ich den Tag gemütlich im Warmen und warte mal ab, ob Daisy all dem Geschrei gerecht wird oder ob sie sich als "Sturm im Wasserglas" entpuppt.