Die Kaka-Blaumos ...

Veröffentlicht auf von Szintilla

Die Kaka-Blaumos ...
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Das Märchen von den Kaka-Blaumos entstand in der Silvesternacht 2009, die eine Blaumondnacht war.

Wenn der Vollmond zweimal im Monat stattfindet, dann wird der zweite volle Mond landläufig Blaumond genannt. Das geschieht ungefähr alle zweieinhalb Jahre einmal. Dass allerdings der Blaumond in eine Silvester-, bzw. Neujahrsnacht fällt dürfte sehr, sehr selten sein. Weil sich aber um seltene Ereignisse immer auch Geschichten erzählt werden, begann ich damals das Kaka-Blaumo Märchen zu entwickeln. Denn Wünsche haben wir alle, nur mit dem Glauben daran, dass sie sich auch erfüllen können tun wir uns oft schwer. Zu viele innere Hemmschwellen, zu viel Realität schiebt sich vor den Glauben. Wäre es deshalb nicht schön an kleine magische Hefler zu glauben, die uns die Magie, die uns in unserer technisierten Welt abhanden gekommen ist, wieder etwas näher zu bringen?

 

Die Kaka-Blaumos und ihre nächtlichen Flüge

Sicher habt ihr noch nie etwas vom Kaka-Blaumo gehört. Der Kaka-Blaumo ist ein unscheinbarer, winziger Vogel, der überall auf der Welt zu finden ist. Aber er ist schnell, geschickt in der Tarnung und er zeigt sich äußerst ungern. Besonders aktiv ist er in Blau-Mondnächten. In diesen Nächten entwickelt der kleine, blaue Vogel ganz besondere Fähigkeiten. Übers Jahr lebt er gut versteckt und heimlich in dunklen Nischen und fliegt einsam durch die Nächte. Nur in den hellen Vollmondnächten versammeln sich die Kaka-Blaumos. Sie bilden riesige Schwärme, die den Nachthimmel bevölkern. Aus allen Ländern der Welt fliegen sie zum Mond hinauf. Weil sie dunkel wie die Nacht sind und nur ihre Kopffedern und der Schnabel gelblich leuchten, meint man funkelnde Sterne am Himmel zu sehen, tatsächlich sind es aber oft Kaka-Blaumos.

 

Außer des gelblich leuchtenden Schnabels und des Kopfschmucks sind Kaka-Blaumos völlig unscheinbar. Sie singen nicht, sie krächzen nicht, sie können keine besonderen Kunststücke, sie sind auch nicht besonders hübsch. Für uns Menschen sind sie deshalb recht uninteressant, noch dazu sind sie nachtaktiv und kaum jemand bekommt sie überhaupt je zu Gesicht. Aber sie verfügen über eine Fähigkeit, die der Mond liebt und benötigt. Diese Fähigkeit lässt sie in Symbiose mit dem Mond leben. Ganz besonders der volle Mond hat es den Kaka-Blaumos angetan. In den Vollmondnächten fliegen sie in riesigen Schwärmen zu ihm hinauf und erzählen ihm all die Geschichten, die sie auf der Erde zu hören bekamen.

 

Das ist eine ihrer besonderen Fähigkeiten. Kaka-Blaumos verstehen unsere Sprache und sie hören unsere Gedanken. So unterhalten sie den Mond, in der hellen Nacht, mit unseren alltäglichen Geschichten. Je schöner und lustiger die Geschichten sind, die sie dem Mond erzählen können, umso heller strahlt und lacht er vom Himmel herab. Manchmal kommt es  vor, dass es dem Mond gelingt zweimal in einem Monat den Menschen seine volle Schönheit zu zeigen. Wir sagen dann, dass es ein Blau-Mond sei; daher haben auch die Kaka-Blaumos ihren Namen, denn in genau diesen Blaumondnächten schenkt der Mond aus Dankbarkeit über den unterhaltsamen Zeitvertreib den Kaka-Blaumos magische Flugkräfte.

 

Es ist ungaublich, dass es diesen kleinen unscheinbaren Vögeln gelingt überhaupt bis zum Mond zu fliegen, aber mit dem magischen Blaumond-Zauber des Mondes gelingt es ihnen sogar bis ins Gelbhimmel-Universum, dem Universum hinter unserem Universum, zu fliegen. Dort, und nur dort gibt es die magischen, diamantblauen Zaubersterne. Zaubersterne müsst ihr wissen sind Wunscherfüller erster Güte und genau diese holen sie für uns Menschen vom gelben Himmel. Aber der Reihe nach ...

 

Kaka-Blaumos nehmen in Blaumondnächten alle unsere menschlichen Wünsche mit zum Mond und noch weiter bis ins gelbe Universum. Dort blühen und gedeihen die Zaubersterne, die Wunscherfüller. Jeder diamantfunkelnde, gepflückte Stern wächst sofort wieder nach. Es herrscht kein Mangel an Wunscherfüllersternen, weil nur Kaka-Blaumos, als einzige Lebewesen, durch die Kraft des Mondes, Zugang bekommen. Fliegen die Vögel vom Gelbhimmel-Universum zur Erde zurück, machen sie eine zweite kurze Rast auf dem Mond, um zuerst dem Mond, für die magsichen Flugkräfte die er ihnen verleiht, ein Geschenk zu machen, bevor sie schließlich zu uns Menschen weiterfliegen. Ihr Geschenk an den Mond ist das gelbe Band, mit dem die Zaubersterne im Gelbhimmel-Universum befestigt sind. Es ist das Band des Glaubens. Aus diesen Bändern webt der Mond die Legenden die sich um ihn ranken und seine milchiggelben Pullover, damit wir ihn in der Nacht gut sehen können. Die blauen Stellen, die wir auf seinem Pullover sehen können, sind die verlorenen Federn der Kaka-Blaumos. Die diamantblauen Wunscherfüllersterne sind für den Mond wertlos, diese dürfen die Vögel mit zur Erde nehmen, denn der Mond will nur die gelben Bänder. Dies ist seit ewigen Zeiten ein Abkommen des Mondes mit den Kaka-Blaumos.

 

Was passiert nun mit den Wunscherfüller-Sternen aus dem gelben Universum? Das hat zu tun mit der zweiten Fähigkeit der Kaka-Blaumos.

 

Diese zweite, besondere Fähigkeit der Kaka-Blaumos ist es sich die Wünsche der Menschen zu merken. Während sie nachts über die Dächer der Menschen fliegen, sammlen sie außer den Geschichten auch die menschlichen Wunschgedanken. Je stärker die Wunschgedanken, und der Glauben daran, dass sie in Erfüllung gehen, bei ihnen ankommt, umso besser können sie sich merken von wem der Wunsch kam. Wunschgedanken haben immer eine große, warme Energie die die Kaka-Blaumos spüren können. Sie suchen diese warme Energie, um sich in kalten Nächten daran zu wärmen. Für die wärmende Energie, die sie in den kalten Nächten bei den wünschenden Menschen finden, bedanken sich die Vögel bei den Menschen mit den Wunscherfüllersternen.

Weil den Sternen aber nun die Glaubensbänder fehlen, die behält ja der Mond, schenken die Kaka-Blaumos die Sterne nur den Menschen, die den stärksten Glauben an die Erfüllung ihrer Wünsche haben, denn bei den Menschen mit wenig Glauben bleiben selbst die kraftvollsten Wunscherfüller des Universums ohne jede Wirkung.

 

Wenn man sich also etwas wünscht und ganz besonders fest daran glaubt, dass es sich erfüllt, hat man große Chancen eines nachts von einem Kaka-Blaumo einen Wunscherfüllerzauberstern geschenkt zu bekommen.

 

In ganz besonders magischen Nächten, wenn der Blaumond in eine Silvesternacht fällt, dann werden oft ganz besonders seltene und schöne Wünsche erfüllt.

 

© AS 2009

Veröffentlicht in Wortwolken

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S
Applaus, Applaus!<br /> <br /> Das ist ein ganz feines Märchen und ein superschönes Bild dazu, innen und außen! :-)<br /> <br /> ..grüßt dich Monika ganz angetan
Antworten
S
<br /> <br /> Danke schön.<br /> <br /> <br /> Ich freu mich, wenn du etwas damit anfangen kannst und es dir etwas sagt.  <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße in den Sonntag.<br /> <br /> <br /> <br />