Dilemma oder Zwickmühle?
Laut Duden ist ein Dilemma eine Zwangslage, die Wahl zwischen zwei (unangenehmen) Möglichkeiten und eine Zwickmühle ist eine missliche Lage, bekannt aus dem Mühlespiel.
Ich sehe das etwas differenzierter, beim Dilemma gibt es alternative Möglichkeiten zu entscheiden. Es bestehen für die unterschiedlichen Möglichkeiten gute Gründe dafür oder dagegen. Leider sind sie in etwa gleichwertig, man gewinnt oder verliert bei den verschiedenen Entscheidungen immer etwas. Es hält sich oft die Waage, so hat man die Qual der Wahl. Kreisdenken: "Soll ich oder soll ich nicht?" bringt fast nie brauchbare Lösungen, man verliert sich in ausweglosen und unlösbaren Grübeleien. Je länger so eine Situation andauert, desto mehr zerfällt die Welt um uns herum, bis wir in unserem eigenen Sumpf der ungefällten Entscheidungen nur noch teilnahmslos dahinvegetieren, verstrickt in ewiges Für und Wider. Unentschlossenheit, ein Zustand der Lähmung, der Bewegungslosigkeit.
Die Zwickmühle dagegen bietet zwei Möglichkeiten, aber egal wie dort entschieden wird, immer wird ein Stein (etwas) verloren. Sinnlose Grübeleien entfallen, die Qual der Wahl kommt gar nicht erst auf, weil man weiß, dass man so oder so etwas verlieren wird. Der Zweifel: "Mache ich es nun richtig oder falsch?" hat erst gar keine Chance sich zu etablieren.
Ist es also nur eine Frage der Definition, ob ein Problem lösbar ist oder nicht?
Dilemma oder Zwickmühle?
Das ist hier die Frage.
? ? ? ? ?
? ? ?
?