Gegen den Strom
Zur Zeit läuft alles irgendwie gegen den Strom, nichts ist so wie es sein sollte.
Der Winter hat fast alle meine Kübelpflanzen dahingerafft, die Frühjahrsbepflanzung habe ich, wegen des miesen Wetters, übersprungen, die Sommerbepflanzung noch nicht mal angedacht. Es gedeihen die Wildkräuter Taubnessel, Springkraut, Vogelmiere und Löwenzahn im Topf, der alternative Biogarten. Ich kann sie teilweise als Salat ernten.
Auf der Fensterbank geht es ähnlich chaotisch zu. Einer Amarillys, die normalerweise zu Weihnachten blüht, fällt ein einmal im Sommer blühen zu wollen und sie treibt einen Blütenstiel und die Kresse wächst in einem seltsamen Gefäß. Die Fotos kommen später, wenn es grünt und blüht.
Der Mai war bis auf wenige Tage kühl und nass und genauso verabschiedet er sich auch. So nass, dass selbst am Himmel eine Ente gegen den Strom schwimmt. Den Lichtwasserfall bergauf.
Vielleicht ist es ein Zeichen, dass es ab jetzt bergauf geht, dass man dafür aber mächtig unter Wasser paddeln muss.
Streben wir also lichtwärts, aufwärts, vorwärts dem Sommer entgegen.