Kugeldistel im Schiefstand

Veröffentlicht auf von Szintilla

Kugeldisteln.jpg

 

Sie stehen schief im Ackergraben.

  

Aber das konnte ich relativ leicht begradigen.

 

Kugeldistel.jpg

 

 

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Veröffentlicht in Flora

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K
Dank dir für die lange Antwort. Ich bin wahrscheinlich sehr naiv und lebe etwas privilegiert, ich wusste ehrlich nicht, dass es in Deutschland noch solche Verhältnisse gibt. Aber mal ehrlich, wäre<br /> das nicht Material für ein augenöffnendes Buch?<br /> Sorry, ich muss heute schnell machen, denn bald beginnt meine Lesereise durch Europa, Buchmesse und Medienkram, da gibt`s viel vorzubereiten. Aber du kennst das ja als Autorin, vor der Buchmesse<br /> rufen ständig die Medien an, um Interviews zu bekommen - nervig.<br /> Liebe Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer<br /> Klausbernd
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K
@klausbernd: Es braucht dir als Deutscher nicht peinlich zu sein - wieso auch! Du kannst ja nichts dafür, dass ein paar Dörfler noch nicht 21. Jahrhundert angekommen sind ;-)<br /> Faschstoid ist gewiss angebracht. Einmal wurde ich von Neo- und Altnazis krankhausreif geschlagen. Da hatte ich in Wiedersbach - seit dem Vorfall nenne ich es Widerlingsbach - mein Pferd<br /> eingestellt, bei einem Altbauern. Während ich ausritt, stöberte ein Reitmädchen in meinem Rucksack und fand meinen Diabetikerausweis, weil ich seit langem Diabetes habe.<br /> Sie lief damit zum Vorsitzenden des Reitvereins - er war zur Zeit leitender Angestellter bei der AOK - also Krankenkasse, sic! - der dann bestimmte, dass ich verschwinden müsste. Grund: Ich sei ja<br /> eine Behinderte!<br /> Als ich vom Ausritt zurückkam, wurde ich überfallen. Nur mit Mühe konnte ich mich über die Straße schleppen und meinen Bären anrufen. Der unterbrach sofort seine Arbeit und brachte mich gleich ins<br /> Lrankenhaus. Ich musste da über eine Woche bleiben. Da die Täter Rache - wofür nur? - geschworen hatten, setzte mein Bär durch, dass an der Zimmertür im Krankenhaus nicht mein Name zu lesen<br /> war.<br /> Der Überfall wurde zur Anzeige gebracht, es wurden von der Staatsanwaltschaft keinerlei Ermittlungen aufgenommen. Es gab kein Verfahren. Das ist eben bayerische Justiz ...<br /> Solches und mehr steht auch in der Fortsetzung meines "Romans" - ich hatte einen Verleger gefunden, wir waren uns einig, Verträge waren unterschriftreif - dann machte er einen Rückzieher - mutlos<br /> wie manche Verleger halt sein ...<br /> Was Pfarrer angeht, früher bin ich stets mit solchen Exemplaren gut ausgekommen. Wieso auch nicht. Und als der Windsbacher Dekan zu spinnen anfing und seine ihm unterstellten Pfarrer auch, dann sah<br /> ich das als Ausnahme an.<br /> Aber ich werde - wenn mir Zeit bleibt - in deinem Blog lesen ...
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K
Post Scriptum:<br /> Liebe Kiat, um dir ein anderes Bild von Pfarrern zu geben (obwohl ich Agnostiker bin), möchte ich dich auf Ingos England Blog (maricopa) verweisen, der heute über den Pfarrer von Letchworth<br /> berichtete. Auf meinem Blog schrieb ich ziemlich zu Beginn über die Geschichte des Pfarrers zu Stiffkey (Nachbarort hier).<br /> Auch zum Amusement :-)<br /> <br /> Grüße aus sunny Norfolk<br /> Klausbernd
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K
Liebe Kiat,<br /> <br /> neugierig habe ich dich gegoogelt und stellte verwundert fest, dass du "Halbmongolin" bist. Die Mongolei ist für mich ja etwas ganz Exotisches. Ich bin vor vielen Jahren in Ulan Bator und Umgebung<br /> auf den Spuren von Sven Hedin gewesen.<br /> <br /> Da ist mir ja peinlich als Deutscher, was du da so erlebst. Es klingt wirklich für mich wie eine Geschichte aus vergangenen Zeiten. Erschreckend, dass heute noch etwas vorkommt. Ich halte das für<br /> faschistoid.<br /> <br /> Dann wünsche ich dir, dass die Lage mit deinen Dörflern sich entspannt.<br /> <br /> Als Mongolin kannst du wahrscheinlich chinesisch lesen. Einige meiner Bücher sind auch auf chinesisch zu erhalten (Dank meiner emsigen Agentin).<br /> <br /> Liebe Grüße an alle und einen feinen Sonntag<br /> Klausbernd :-)
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K
@klausbernd: Das ist kein Film, solche Dörfer gibt es in Mittelfranken immer noch! Einmal haben die sogar ihren Hexenbanner reaktiviert. Er war in den 1950-er Jahren eingemottet worden. Ein<br /> Hexenbanner hat einen schwarzen - zu klein gewordenen - Konfirmationsanzug an, ist mit einem Weihwasserkessel und einer Rute "bewaffnet" und verbannt Menschen, weil sie Hexen sind. Das letzte Mal<br /> vor uns sollte er ein Magd vom Hof treiben - sie war von ihrem Bauern geschwängert worden, aber der Bauer wollte keine Alimente zahlen. Damit die Mutter ihr Kind aufziehen konnte, wollte er ihr<br /> einen Ochsen geben. Das erzählte diese Frau ihrer Ärztin, sie hat dann dem Bauern den Kopf gewaschen und der Hexenbanner war überflüssig geworden!<br /> <br /> Als dieser Hexenbanner auf meinem Hof erschien und Armenlatein vor sich hin bruddelte, drehte ich den Wasserschlauch an - er fiel ins Fränkische und wollte mir fränkische verbale Fäkalien ins<br /> Gesicht schleudern - aber der Druck des Wasserschlauchs war stärker ;-)<br /> <br /> Da ich auch Lesungen in der Umgebung halte und die lokalen und überregionalen Zeitungen darüber berichten, lässt sich das nicht vermeiden. Und es ist ja keine Schande, ein Buch geschrieben zu<br /> haben. Und das Leserinnen und Leser findet.<br /> <br /> Anfangs war mein Pseudonym nur Selbstschutz, solange mein deutscher Vater lebte. Da er vor einigen Monaten starb, ist dieses Pseudonym obsolet geworden. Nur ist halt "Kiat Gorina" weltweit bekannt<br /> - mein Blog wird derzeit in über 100 Ländern auf diesem Globus regelmäßig gelesen ...
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S
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K
@szintilla: Wegziehen kommt nicht in Frage. Grund: Ich habe mir einen Einzelhof gekauft, weit weg von diesem Dorf! Und außerdem ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieses Dorf ausgestorben ist.<br /> Grund: Es gibt eine Prophezeiung eines uralten Schamanen: Von jedem, der mir schaden will resp. schadet, von dem wird das Glück weichen. Wenn ich mein Leben in Deutschland zurückblicke, so wurde<br /> dies Prophezeiung immer wieder wahr :-(<br /> In den letzten Jahren häuften sich die Krebsfälle - weit über dem Durchschnitt!<br /> Ich habe mit diesem Einzelhof ein wunderbares Plätzchen gefunden: Da kommen sogar wilde Tiere auf meinen Hof - Hasen, Rehe. Einmal hat mich sogar er röhrender Rehbock früh aufgeweckt: Er stand vor<br /> meinem Schlafzimmerfenster und röhrte. Da ich gut imitieren kann, röhrte ich zurück :-)) Dann verzog er sich - auf einen Kampf wollte er es wohl nicht ankommen lassen ;-)<br /> Derzeit werde ich immer wieder von Wanderfalken besucht, sie fliegen ganz dicht über mich weg. Ein Turmfalkenpärchen wohnt ganz oben in einer alten Scheune. Gestern abend sah ich seit langem eine<br /> Fledermaus.<br /> Und die Esel- und Pferdvergifter haben sich ihr Karma versaut - sie tun mir leid.<br /> Außerdem gibt es auf einem Acker, der mir gehört, einen Kraftplatz mit kräftigen auf- und abladenden Stellen. Ich habe lange gesucht, eine solche Stelle zu finden - wieso sollte ich da wegziehen?
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S
<br /> <br /> Das sind aus deiner Sicht natürlich alles gute, nachvollziehbare Argumente.<br /> <br /> <br /> Wäre ich allerdings solchen Anfeindungen ausgesetzt, würde ich mir überlegen was mir wichtiger wäre: Meine Rechte unter allen Umständen durchzusetzen und ständig gegen irgendwas kämpfen zu müssen<br /> oder Ruhe und Frieden und ein Leben in harmonischer Umgebung.<br /> <br /> <br /> Das ist aber etwas was jeder nur ganz allein für sich entscheiden kann.<br /> <br /> <br /> <br />
M
Na man gut, aber schief ist auch schön!!<br /> <br /> Liebe Grüße für einen wundervollen Sommersonntag.<br /> <br /> Mathilda ♥
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S
<br /> <br /> Jepp, bei uns sagt man - schief ist englisch und englisch ist modern. *g*<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße zu dir, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
K
Huch, oh dear, jetzt oute ich mich als Distelfeind. Ich grabe bei mir auf dem Grundstück die Disteln aus, da die sich im Handumdrehn vermehren und dazu neigen, den Garten zu übernehmen. Da sind mir<br /> die ähnlich erscheinenden Artischocken lieber, die ich kontrollieren kann.<br /> <br /> Mit Interesse las ich die Ansicht, dass nur der Pfarrer im Dorf ein Buch schreiben darf. Das ist Stoff für einen historischen Roman aus dem 19. Jh., als der Pfarrer meist der einzige Intellektuelle<br /> im Dorf war. Naja, so einer wie "Gösta Berling" (Selma Lagerlöf) ;-) Was Kiat (???) da schildert, klingt wie aus einem Film. - Ich frage mich allerdings, woher die Leute wissen, dass Kiat ein Buch<br /> veröffentlicht hat? Obwohl hier bei mir im Dorf einige Schrifsteller leben (eine bekam sogar den Bookers Price), erzähle ich natürlich keinem, wenn mal wieder ein Buch von mir herauskommt. Ich<br /> möchte zu Hause auf anderer Ebene als der eitlen mit meinen Nachbarn kommunizieren, sozusagen nichts Besonderes, sondern wie sie sein.<br /> <br /> Ganz liebe Grüße aus dem hochsommerlichen Norfolk, wo ich mich sputen und vorher stylen muss, denn dieses Wochenende ist großes Pirate`s Festival<br /> Klausbernd
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S
<br /> <br /> Disteln im Garten haben mag ich auch nicht unbedingt, aber in den Ackergräben stören sie mich nicht.<br /> <br /> <br /> Hochsommerlich war es auch bei uns heute, wir nutzten den herrlichen Sonnentag für einen Ausflug zum Drachen (Windvogel)-fest. Jetzt ist Fotos sichten angesagt. <br /> <br /> <br /> Liebe Grüße, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
Q
Schön! Wenn nur alles so leicht aufzurichten wäre...<br /> <br /> Liebe Grüsse ins Wochenende,<br /> Brigitte
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S
<br /> <br />  <br /> <br /> <br />  <br /> <br /> <br /> *<br /> <br /> <br />  <br /> seufz - Ja, das wünsche ich mir manchmal, dass auch andere Sachen so leicht gradezurücken wären.<br /> <br /> Liebe Grüße in den Samstag, Szintilla<br /> <br /> <br /> <br />
K
Ich habe ein Biotop gleich anschließend an meinen kleinen Hof, da wachsen auch Disteln. Einst hatte ich eine katalanische Rieseneselstute, sie aß besonders gern Disteln - leider wurde sie 2007 kurz<br /> vor Weihnachten vergiftet - von Dörflern aus Fremdenhass auf mich, weil ich Halbmongolin bin. Traurig, aber wahr!<br /> Mein Lipizzaner gewöhnte sich auch an Disteln, sie schmeckten ihm, aber beim Essen kniff er immer die Augen zu. Wurde - ja auch er wurde vergiftet - wieder aus Fremdenhass - am 23. Mai 2012! Von<br /> Dummdörflern. Und weil ich ein Buch geschrieben und veröffentlicht habe. Da versammelten sich Dorfweiber vor meinem Hof und schrien: "Von uns hat noch keine ein Buch geschrieben! Nur der Herr<br /> Pfarrer darf ein Buch schreiben!" Und sie drohten mit Stöcken.<br /> Ich sprach den zuständigen Pfarrer an und bat ihn zu vermitteln. Er: "Ziehen Sie weg, damit meine Gemeinde Ruhe hat!" - Am nächsten Tag schritt ich ins Rathaus und fragte: "Wo ist die<br /> Kirchenaustrittsabteilung?" und landete im Standesamt. Dort bezahlte ich 31 Euronen, erhielt eine Quittung und bin seitdem nicht mehr Mitglied dieser protestantischen Kirche.
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S
<br /> <br /> Es ist traurig wozu Menschen fähig sind.<br /> <br /> <br /> Und dass nur Pfarrer Bücher schreiben dürfen, halte ich für ein Gerücht. <br /> <br /> <br /> Wegziehen würde den Dörflern sicher sehr gefallen, sie hätten erreicht was sie wollen, aber vielleicht wäre es trotzdem eine<br /> Option, die zu überdenken wäre. Schlussendlich sollte man sich wohlfühlen dürfen, wo man lebt.<br /> <br /> <br /> <br />