Veilchenblau

Veröffentlicht auf von Szintilla

Geplant war heute den Garten in Ordnung zu bringen, vielleicht den Rasen zu mähen, die Gartenstühle zu putzen, angesichts der Temperaturen und des sehr kühlen Windes hat sich das Vorhaben erledigt. Der Rasen wäre aber auch bei besserem Osterwetter heute nicht gemäht worden, denn ein erster Blick aus dem Fenster ließ mich Blau sehen. Winziges, aber unverkennbares Blau mitten im Grün. Man muss schon sehr genau hinschauen.

 

Duftveilchen.jpg

 

Beim näheren Hinsehen entpuppte sich das Blau als Veilchenblau. Jede Menge Duftveilchen haben sich in der Wiese ausgebreitet. Wo im vergangenen Jahr mal ein vereinzeltes Veilchen stand blühen nun eine ganze Menge. Unscheinbar, winzig, aber in der Menge nicht zu übersehen. Das sie ausblühen dürfen ohne geschoren zu werden steht außer Frage.

 

Duftveilchen-2.jpg

 

Das Veilchen spielte schon im Altertum eine große Rolle, es war eine den Göttern geweihte Pflanze. In der Heilkunde wird sie für vielerlei Krankheiten eingesetzt und in der Parfümerie ist ihr herrlicher Duft nicht wegzudenken. Bei den alten Griechen galt sie wegen ihres Duftes und der Farbe als Blume der Liebe. Auch von vielen Dichtern wurde das Veilchen, das als bescheiden und genügsam gilt, beschrieben. In der Blumensprache stehen Veilchen für Geduld. Ein Sinnbild für etwas das ich mühsam lernen musste und nun vermutlich schon zu viel besitze. Was die Frage aufwirft: "Kann man zu geduldig sein?"

 

So darf das Gras, und mit ihm die Veilchen, noch eine Weile wachsen und vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht pflücke ich mir ein paar für einen kleinen Oster-Strauß zusammen mit einigen Gänseblümchen, die auch schon kräftig blühen.

 

Werbung

Veröffentlicht in Flora

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post