Schmunzelartikel in der Zeitung
Gestern fand ich das morgendliche Zeitunglesen mal äußerst amüsant. Es war herrlich das draußen mit einem schönen Kaffee ganz in Ruhe auf der Terrasse tun zu können. Eine Starenschwarm zeterte und kreiste ständig über mir herum; der nahegelegene Kirschbaum hatte es ihm angetan. Aber die umherschleichenden Nachbarskatzen sorgten für ziemliche Aufregung bei den Vögeln. Lange blieben sie nie im Baum, nahmen aber immer wieder erneut "Anlauf".
Beim Überfliegen der Schlagzeilen blieb ich sofort bei einem langen Leserbrief hängen. Da hatte wohl noch jemand ein ähnliches Busfrusterlebnis am NRW Tag wie ich. So wie es aussieht war die ganze Organisation des Bus-Pendelverkehrs nach der Groß-Veranstaltung ein Flop. Hat den niemand daran gedacht das die Leute auch alle wieder nach Hause müssen? Vor lauter Glück so viel Leute in die Stadt zu bekommen, dachte man sich bestimmt "behalten wir die doch gleich hier, ein paar Steuerzahler und etwas Kaufkraft mehr können ja nicht schaden!" Der Leserbriefschreiber berichtet auch, dass ein Taxi zu bekommen ebenso Utopie war, denn auch die waren alle unterwegs. Gut das wir doch noch eine Lücke im Bus fanden und heil nach Hause kamen, wenn auch viel später als geplant und nach einigen Kilometern Fußmarsch. Das allerdings schien die einzige größere Panne gewesen zu sein, denn ansonsten las ich nur Lob über die Organisation der Veranstaltung, hoffen wir, dass sie aus diesem Fehler lernen und die Rückreise mit dem Bus beim nächsten Stadtfest einfacher und leichter vonstatten gehen kann. Auch daran sollten die Stadtwerke denken, dass der letzte Bus nicht schon vor Veranstaltungsende fährt, sowie heute in einem weiteren Leserbrief zum Thema Busverkehr zu lesen war. Menschen die bis zum Veranstaltungsende blieben oder bleiben mussten, weil sie statt zum Vergnügen, sondern zum Arbeiten dort waren, hatten ebenfalls ein Problem nach Hause zu kommen. Trotz allem Lobes gibt es was zu verbessern.
Frust hatte wohl auch ein Hund beim NRW Tag, denn der Border-Collie Lola floh vor dem Rummel und bestieg ganz alleine, ohne Herrchen oder Frauchen, im Hauptbahnhof eine Regionalbahn und fuhr nach Bielefeld, wo er dann von Herrchen abgeholt wurde. Ein reiselustiger Vierbeiner, der clever war, denn er nahm den Zug , statt eines Busses. ![]()
Tierisch ging es auch in Göteborg zu wo zwei junge Elche zielstrebig auf die Uni zu marschierten. Von der Polizei unbeeindruckt passierten sie einen Schnellimbiss vorm Stadion, dann ginge sie in Richtung Hauptbahnhof weiter, Rast machten sie in einem Park und verschwanden dann wieder irgendwann in einem der Wälder. Den Tieren scheint in ihrer normalen Umgebung zu langweilig zu werden. Im letzten Jahr hatten wir ja auch schon eine Kuh in der Wellness-Abteilung unseres Freizeitbades. Was es nicht alles gibt...![]()
So lass ich mir das Zeitunglesen gefallen, unter freiem Himmel, mit Artikel zum Schmunzeln, die dürften häufiger drin stehen, denn politische Desaster und Katastrophen tragen nicht dazu bei die Tage leichter und unbeschwerter zu beginnen.