Ein Wolf in Ostwestfalen

Veröffentlicht auf von Szintilla


wolf 31Die Rückkehr der Wölfe polarisiert Interessen. Die Einen begrüßen es, die Anderen fürchten sich, ganz besonders die Schafzüchter. Kaum hat man einen versprengten Wolf in OWL ausfindig gemacht wird eine Arbeitsgruppe gegründet die Jagd- und Naturschutzverbände an einen Tisch bringt. Sicher ist es nicht ganz unproblematisch wenn die großen Beutegreifer zurückkehren, aber doch ein Indiz dafür, dass die Umweltbedingungen sich für sie verbessern. Erst Ende Februar hat ein Wolf seine Spuren im Mangfallgebirge in Bayern hinterlassen.

Nur gut 100 km von meinen Wohnort ist er entdeckt worden, Meister Isegrimm, der Bösewicht aus den Märchen und Legenden. Es ist schon mal beruhigend zu lesen, dass er unter Naturschutz steht, nicht gejagt werden darf und dass sich das Land NRW über die Rückkehr des seltenen Wildtieres freut. Allerdings wird mir ein wenig mulmig bei dem Gedanken, bei einem Waldspaziergang, urplötzlich einem Wolf gegenüberzustehen. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sicher kleiner als vom Blitz erschlagen zu werden.

Bundesweit schätzen Biologen soll es an die 60 Wölfe geben, von denen die meisten in den östlichen Bundesländern leben und aus der Lausitz oder Polen eingewandert sind. Wenn man bedenkt, dass ein Wolf, nach Angaben des Nabu Berlin, auf der Suche nach einem Partner bis zu 1500 km zurücklegt, kann es nicht mehr lang dauern bis vielleicht auch mitten in NRW einer entdeckt wird. NRW bereitet sich jedenfalls auf weitere Wolfsbesuche vor (schreibt unsere Tageszeitung).


wolf 03

Werbung

Veröffentlicht in Tierwelt

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post