Heute morgen gesehen - Xynthia hat umdekoriert

Veröffentlicht auf von Szintilla

 

Heute morgen sah die Welt ein wenig anders aus als gewohnt. Xynthia sorgte für ein anderes Bild als normal. Im Garten fand sie einen alten Blumenständer und meinte der hätte nun lang genug seinen Dienst getan. Flugs wurde er von ihr auseinandergebaut. :-( Die Gartenstühle gefielen ihr offensichtlich auch nicht an dem von mir dafür gedachten Platz, denn die sammelte ich von der Straße wieder ein.

Xynthias Folgen
In einem Nachbargarten murkste sie einen alten Obstbaum ab, nicht dass sie ihn entwurzelt hätte ... Nein, sie verdrehte auf gewalttätige Art und Weise sein Haupt solange bis sie es ihm abgedreht hatte. Ein verdrehter und gesplitterter Stamm steht jetzt traurig in der Wiese, neben ihm liegt seine völlig zerrupfte Krone. Das waren meine ersten Eindrücke, als ich aus dem Fenster schaute.


Xynthias Werk

Auf der ersten Autofahrt des Tages entdeckte ich ein Toilettenhäuschen, das es sich liegenderweise bequem gemacht hatte. Vermutlich hat es versucht sich klein zu machen um von Xynthia nicht entdeckt zu werden.

Xynthias Folgen 3


Mitnehmen wollte Xynthia auch ein Trampolin, der Versuch scheiterte an einer Hecke, in die sich das Trampolin krallte. So wurde wohl so mancher Garten von Xynthia umdekoriert. Alle Jahre wieder kommt es so zu ungewollten Aufräumaktionen.

Xynthias Folgen 2
Mal heißt die Ursache Lothar oder Kyrill, diesmal hieß sie Xynthia. Trotzdem saßen wir auf einer der Insel der Glückseligen, denn wir wurden nur ein bisschen durchgeschüttelt. Das ich die Gartenstühle von der Straße holen durfte, die umgekippten Blümenkübel wieder aufstellen und den reingewehten Müll aus dem Garten entsorgen musste, ist gut zu ertragen, wenn ich lese wie schlimm es andernorts zugegangen ist.

Die Böen fegten zwar heftig über uns hinweg, schüttelten an Rolläden, rückten draußen so manches an eine andere Stelle, aber dramatische Sachschäden oder gar schlimmeres ist nicht zu beklagen. Die Dachziegeln blieben alle auf den Dächern und die Bäume der Umgebung stehen, bis auf den kleinen Obstbaum, auch alle noch. Wir haben wieder einmal Glück gehabt und konnten dem Treiben dort draußen gemütlich von drinnen, mit dem Tee in der Hand, zugeschauen. Die Gedanken waren aber bei all jenen die unterwegs waren und mit den direkten Auswirkungen von Xynthia mehr zu kämpfen hatten als wir.

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Veröffentlicht in Aufreger

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