Kopfweiden
Kopfweiden gibt es bei uns in der Gegend jede Menge ...
... erst vor kurzem wurden viele wieder geköpft.
Der Erhalt der Kopfweiden ist für den Lebensraum vieler Tierarten wichtig.
Fledermäuse, Eulen und Käuze finden ideale Nistbedingungen in den Nischen zwischen den abgeschnittenen Ruten.
Die blühenden Weiden sind die erste Bienennahrung des Jahres.
Also wirkliche Bienenweiden.
Auf den Blättern, der Rinde und den Ästen leben viele verschieden Insekten.
Früher wurden die Weidenruten für unterschiedliche Zwecke genutzt. Sie dienten als Unterkonstruktion für den Lehmputz beim Häuserbau und zur Korbflechterei.
Länger als drei Jahre gewachsene Äste wurden zu Werkzeug- oder Besenstielen verarbeitet.
Heute werden die Weidenruten kaum noch wirtschaftlich genutzt. Der regelmäßige Schnitt, der Kopfweiden, der alle drei Jahre stattfinden muss, weil der Kopf sonst zu schwer wird, wird meist von Naturschutzorganisationen vorgenommen.
Kopfweiden bilden zuweilen, besonders bei Nebel und Dunst,
eine bizarre Kulisse.