Marketing

Veröffentlicht auf von Szintilla

Marketing
Werbung

Es gibt Dinge, die ich nicht mag, eines davon ist das Telefon. In der schönsten Ruhe und Harmonie klingelt das Ding unerwartet los und reißt mich aus einem Gedanken, aus einer Idee, will mich bewegen aufzustehen, um mir anzuhören, wer da etwas von mir will. Würde ich es nicht von Zeit zu Zeit selbst brauchen, würde ich es abschaffen.

Nervige Werbeanrufe sind die größten Störenfriede. In der vergangenen Woche wollte nun jemand nach kurzer Nuschelung seines Namens wissen, ob ich blogge, denn dazu lägen ihm Informationen vor. Irritiert frage ich nach wieso und warum. Zur Antwort bekomme ich, es ginge um Weihnachtskränze. Aha, irgendwie bin ich sprachlos, suche verzweifelt nach Zusammenhängen. Nochmal frage ich nach dem Namen und weshalb man mich anruft. Der Name wird mir ein zweites Mal genannt, mit einem Ton der mich vermuten lässt, man müsse ihn kennen. Noch immer verstehe ich ihn nicht, ein drittes Mal nachzufragen ist mir zu blöd. Mir wird geantwortet über Weihnachtskränze könnte man doch schließlich auch schreiben. Zweifellos kann man das.

Langsam dämmert es mir, ja, gebe ich nun zu, ich blogge, aber um über Weihnachtskränze zu schreiben, müsste man das ja auch wollen und ich wolle nicht.

Ein ziemlich pikiertes: "Sie wollen also nicht", beendet das Gespräch rasch. Nein, ich will nicht über irgendwelche Weihnachtskränze, Diätpillen, Schönheitscremes und sonstiges schreiben und ich will nicht für irgendwas Werbung machen und benutzt werden, weil jemand seine Werbetexte unters Volk streuen möchte.

Wenn, ja wenn ich für etwas Werbung machen würde, dann nur weil es mich berührt, weil ich davon überzeugt bin, weil dieser Wunsch es zu teilen in mir entsteht, aber nicht weil es jemand möchte.

Der Einstieg des Gesprächs war schon überaus unglücklich. Warum konnte nach diesem diffusen Einstieg und meiner Nachfrage, um was es geht, nicht gleicht gesagt werden: "Wir möchten Werbung machen und suchen Menschen, die über unser Produkt schreiben." Dann hätte ich gleich freundlich klarstellen können, dass ich mich vor keinen Karren spannen lasse und meine Blogs bewusst, solange ich es in der Hand habe, werbefrei halte.

Weihnachtskränze gestalte ich schon immer selbst, kaufe nie fertige, also bin ich definitiv nicht die Richtige, die mit Überzeugung ein solches Massenprodukt bewerben könnte.

Nun, vielleicht habe ich mich um einen lukrativen Deal gebracht, aber ich befürchte, dass die Summe, für die ich mir überlegen würde vielleicht käuflich sein zu wollen, kaum für einen Text über Weihnachtskränze auf mein Konto geflossen wäre.

Wie dem auch sein, nur um das nochmal klar zu sagen:

 

Ich verfasse keine Werbetexte und in diesem Blog werden keine erscheinen, so ich es verhindern kann.

Veröffentlicht in mitt-ich

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Q
Einen solchen Anruf bekam ich noch nie, wahrscheinlich gibt es in meinem Umfeld keine Weihnachtskranzverkäufer, aber die Krankenversicherer, die Wein- oder Zeitschriftenverkäufer sowie die Telefonanbieter überbieten sich mit ihren Überredungs-Anrufen. Und das ist schon echt nervig.<br /> Da ist man dann richtig erfreut, wenn eine bekannte Stimme am Telefon zu hören ist.<br /> <br /> Dir einen störungsfreien Tag und liebe Grüsse,<br /> Brigitte
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S
In knapp acht Jahren Bloggerei war das für der erste Anruf in diese Richtung.<br /> <br /> Viele Werbeanrufe kannst du verhindern, indem du dich in eine Robinsonliste eintragen lässt. Ich habe nachgesehen, das gibt es auch in der Schweiz unter sdv-konsumenteninfo.ch. Bei mir bleiben seitdem die Weinhändler-, Versicherungsanbieter-, Geldanlangeberater- und Versandhauseranrufe aus, aber manch ein Anruf rutscht eben doch durch.<br /> <br /> Danke, einen störungsfreien Tag wünsch ich dir auch. :-)<br /> Liebe Grüße, <br /> Szintilla