Vom Rasten und Rosten
Was nicht bewegt wird rostet und büßt Beweglichkeit ein. Im Alltag fällt es nicht auf, die Wege sind kurz, die meisten werden fahrenderweise zurückgelegt. Einige Kilometer, mit leichter Steigung und dabei ein Schwätzchen halten, das braucht einen gewissen Trainingsfaktor.
Ich Flachlandtiroler stelle also fest, ich eigne mich (jedenfalls ohne Training) nur noch für Abstiege. Von nun an gings bergab, sang schon Hildegard Knef.
Trotzdem, so ein Ausflug ins leicht Gebirgige, ein Erleben abseits des Alltags, fühlt sich lebendig an und kommt leider viel zu selten vor. Bewusst Erholungsoasen schaffen braucht Motivation, oft fehlt jede Energie. Der Geist ist willig, aber ... Es braucht schon gewisse Anreize ...
Ein bisschen Hoffnung bringt mir der Silberreiher, den ich am Wochenende sah und der als Krafttier für Geduld, Ausdauer, Gelassenheit und Langlebigkeit und einiges mehr steht. So habe ich denn die Hoffnung, mit Geduld und Ausdauer, den Trainingsfaktor zu erhöhen und mit Gelassenheit das Ergebnis zu betrachten.
Ein paar neue Eindrücke nahm ich mit, ein paar Gedanken vom Wochenende müssen sich setzen und einen passenden Platz finden und einen Vorsatz nagte und biss sich fest (obwohl ich den Vorsatz hatte, keine Vorsätze mehr zu fassen) - nein, nicht der des Trainingsprogramms, das findet automatisch wieder einen Platz im Alltag, wenn ich es für angebracht halte und mich wie alljährlich im Frühling der Bewegungsdrang antreibt. Es gibt noch etwas anders, dass einer Änderung bedarf, das ich nicht mehr lange aufschieben will ...
Das aber nehme ich nach dem Weltuntergang in Angriff.